Letzte Woche begann eigentlich wie jede normale 'Brüsselwoche': Montag abends waren wir zuerst bei der Praktikanten-AG (Vortragsreihe für Praktikanten von Leuten aus verschiedensten EU-Bereichen) und danach im Wien-Haus bei einem Vortrag über Architektur mit anschließendem Buffet. Dienstag waren wir beim Seminar 'Work time and work-life balance', was nicht so interessant war, aber danach konnten wir uns in die Mensa des Parlaments schmuggeln und noch ordentlich essen. Am Mittwoch waren Regina und ich abends 'Das Parfüm' anschauen (gut, gut, gut) und anschließend noch bei Lisi, unserer Stammtisch-Mama, Lasagne essen. Für mich gab es extra vegetarische Lasagne.
Aber jetzt beginnt's, am Donnerstag kamen dann meine Eltern mit ihrem Überraschungsgast - meiner Cousine Liesi - an und von da an war ein volles Programm angesagt.
Am Freitag waren wir gleich im Parlament bei einer Privatführung mit Ludwig, dem Büroleiter der Parlamentsabgeordneten Schierhuber. Danach sind wir noch ein bisschen in der Stadt herumgewandert, haben uns den Königspalast,

den Place du Grand Sablon mit all seinen Schokoladengeschäften und den Kunstberg mit den Museen angesehen.
Dann ging es aber schon wieder zum Auto und ab nach Namur und Dinant in der 'belgischen Schweiz', leider war das Wetter nicht sooo gut und daher haben wir von Dinant eigentlich nur einen Tavernenaufenthalt in Erinnerung.
Abends waren wir dann wieder in
Brüssel unterwegs.
Samstag war wieder voll gepackt, morgens sind wir gleich nach
Brügge gefahren und haben uns dort umgesehen. Eine Bootsfahrt gehört zu einen richtigen Brügge-Besuch natürlich ebenso dazu wie eine Hochzeit (2x war ich dort und 2x hab ich eine Hochzeit miterlebt, liebt vielleicht daran dass immer Samstag war, vielleicht aber auch, dass Brügge wirklich eine kleine, liebe Stadt ist, in der man so was wie Heiraten einfach tut). Nachdem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert, ordentlich gegessen, Boot gefahren und Schokolade gekauft worden ist, ging es auf den Weg zum Meer. Zuerst waren wir in Knokke, das wir einfach nur durchfahren haben, weil es aus lauter riesigen Gebäudekomplexen besteht und sind glich weiter zum Vogelpark
Zwin gefahren. Am Anfang waren wir etwas verwundert, weil alle anderen Besucher zumindest festes Schuhwerk, wenn nicht gar Gummistiefel anhatten, dann trauten wir uns aber doch hinein und haben dort die Vogelfütterung und schöne Naturlandschaften gesehen. Und natürlich gehört auch ein wenig 'Blödeln' dazu:

Der Weg hat uns die Küste entlang nach Blankenberge geführt, das wieder einstimmig abgelehnt und durchfahren wurde. Die Küste in Belgien ist nicht so spannend und die Städte entlang der Küste sind nicht wirklich so hübsch wie alle anderen. Auf dem Heimweg haben wir dann noch einen Stopp in
Gent gemacht. Die Stadt ist Brügge-ähnlich mit den netten Kanälen und alten Gebäuden und wirklich auch einen Besuch wert.
Der Sonntag war dann etwas natur- und gottesnaher. Gleich in der früh waren wir im
SacreCoeur und Mama und Liesi sind brav die Stiegen bis zur Kuppel hinaufgegangen, während Papa und ich die einfachere Methode wählten und den Lift nahmen. Netter Ausblick, nette Kirche und weiter zur Natur... Wir sind etwas aus der Stadt raus gefahren, nach Tervuren, wo es 7 Seen gibt und wir haben einen davon umrundet. Aber natürlich nicht, ohne Fotos zu machen:

Danach waren wir dann noch mal in
Brüssel unterwegs und haben den Abend daheim ausklingen lassen. Papa ist leider nicht zu seinen Muscheln gekommen, aber sie kommen ja wieder... die Eltern nicht die Muscheln... im Dezember.
Nachdem die Eltern dann wieder abgereist sind, muss ich zugeben, dass ich fast schon Heimweh bekommen hab. Aber ich habe die Zeit alleine genutzt, um etwas mit der Diplomarbeit weiter zu kommen, die ja bis jetzt ein wenig auf der Strecke geblieben ist bei all diesen Veranstaltungen und Treffen und Reisen und ...
Noch einen schönen Nationalfeiertag euch allen!