Alex in Brüssel

Monday, October 30, 2006

Alles und nichts, dies und jenes

Zuerst einmal: Nachtrag von meiner ersten Brüssel-Woche mit Isa durch Bilder, die mir Isa geschickt hat.

Dann zum Wochenende:
Hatte wieder Besuch von Matze und wir waren am Samstag in Antwerpen. Dort waren wir ein wenig shoppen und haben uns die Snow City angesehen. Das ist ein Event, das von der Österreich-Werbung in Kooperation mit den Schweizern ins Leben gerufen wurde und bei dem verschiedene Regionen Stände haben und so zu sagen den Winter nach Belgien bringen. Es gab Fondue, Wein und Kaiserschmarrn

Außerdem einige Spielchen wie Bogenschießen auf eine Wand, auf der der Sohn von Wilhelm Tell aufgezeichnet war mit seinem Apfel auf dem Kopf als Loch. Ich will ja hier nicht prahlen, aber ich hab beim 1. Mal!!! gleich das Loch getroffen, ich weiß nicht, ob das sonst noch wer geschafft hat. Ein paar kleine Burschen haben es angeblich bei einem der drei Versuche geschafft, ein paar große jedoch nicht mal beim 4. Mal (ich will keine Namen nennen...).

Dafür gab es für diese einen Trost, nämlich Gasluftballons, allerdings wurden diese etwas zweckentfremdet... (man kann sich's glaub ich denken)


Am Sonntag waren wir dann im Stadtteil Marollen auf einem Flohmarkt (ich weiß warum ich Flohmärkte nicht mag, sehr eigenartig die Sache) und danach sind wir noch durch die Stadt zu einem netten Kaffeehaus geschlendert.

Dann die harte Arbeitswoche...
unsere Chefinnen und Corinne (Assistentin/Sekretärin) waren diese Woche nicht da und daher mussten Regina und ich den "Laden" alleine schmeißen. Hat aber ganz gut geklappt. Im Moment übernehme ich teilweise die Arbeiten von Sandra, da sie in NÖ ist und daher schreibe ich die Presseberichte ans Land und informiere sie über die aktuellen Ereignisse. Ist schon ganz spannend, wenn man direkt mitbekommt, was so passiert und am Abend auf orf.at liest, worüber man am Nachmittag geschrieben hat.

Dienstag abends waren Regina und ich im Kino und haben uns "Der Teufel trägt Prada" angesehen, schöner seichter Film, der mich schon mal auf meine USA-Reise einstimmen hat lassen. Freu mich schon riesig auf N.Y. Gab oft Luftaufnahmen und jedes Mal bin ich zusammengezuckt... (zur Erklärung: nach meinem Praktikum in Toronto habe ich vor, noch 6 Wochen lang in den USA und danach noch 2 Monate in S-Amerika herum zu reisen).
Nach dem Film sind wir dann wieder zu unserer Stammtisch-Mama Lisi (siehe Bild, die Frau mit dem Essen) gegangen, um Kaiserschmarrnessen zu essen (ja, sie ist am Samstag von dem Koch inspiriert worden).


Mittwochs waren ich dann abends Essen bei Katharina, dem Mädl mit dem ich das letzte Mal zum Matze nach Köln gefahren bin. Ihre Wohnung ist, wie man auf den Bildern sieht, der Wahnsinn. Ihre Hausherrin hat anscheinend wirklich Geschmack, v.a. im Bezug auf Details (Teelichter in der ganzen Wohnung, Schreibmaschine, super Lampen,...)

Hier gibt es noch einige gemischte Fotos

Kleine Vorschau auf die nächsten Tage:

Do: Rathaus, Bozar
Fr --> Köln bis Sonntag

Genaue Erzählungen folgen...

Thursday, October 26, 2006

Die Geschichte von den Eltern und dem Überraschungsgast

Letzte Woche begann eigentlich wie jede normale 'Brüsselwoche': Montag abends waren wir zuerst bei der Praktikanten-AG (Vortragsreihe für Praktikanten von Leuten aus verschiedensten EU-Bereichen) und danach im Wien-Haus bei einem Vortrag über Architektur mit anschließendem Buffet. Dienstag waren wir beim Seminar 'Work time and work-life balance', was nicht so interessant war, aber danach konnten wir uns in die Mensa des Parlaments schmuggeln und noch ordentlich essen. Am Mittwoch waren Regina und ich abends 'Das Parfüm' anschauen (gut, gut, gut) und anschließend noch bei Lisi, unserer Stammtisch-Mama, Lasagne essen. Für mich gab es extra vegetarische Lasagne.

Aber jetzt beginnt's, am Donnerstag kamen dann meine Eltern mit ihrem Überraschungsgast - meiner Cousine Liesi - an und von da an war ein volles Programm angesagt.
Am Freitag waren wir gleich im Parlament bei einer Privatführung mit Ludwig, dem Büroleiter der Parlamentsabgeordneten Schierhuber. Danach sind wir noch ein bisschen in der Stadt herumgewandert, haben uns den Königspalast,
den Place du Grand Sablon mit all seinen Schokoladengeschäften und den Kunstberg mit den Museen angesehen.

Dann ging es aber schon wieder zum Auto und ab nach Namur und Dinant in der 'belgischen Schweiz', leider war das Wetter nicht sooo gut und daher haben wir von Dinant eigentlich nur einen Tavernenaufenthalt in Erinnerung.

Abends waren wir dann wieder in Brüssel unterwegs.

Samstag war wieder voll gepackt, morgens sind wir gleich nach Brügge gefahren und haben uns dort umgesehen. Eine Bootsfahrt gehört zu einen richtigen Brügge-Besuch natürlich ebenso dazu wie eine Hochzeit (2x war ich dort und 2x hab ich eine Hochzeit miterlebt, liebt vielleicht daran dass immer Samstag war, vielleicht aber auch, dass Brügge wirklich eine kleine, liebe Stadt ist, in der man so was wie Heiraten einfach tut). Nachdem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert, ordentlich gegessen, Boot gefahren und Schokolade gekauft worden ist, ging es auf den Weg zum Meer. Zuerst waren wir in Knokke, das wir einfach nur durchfahren haben, weil es aus lauter riesigen Gebäudekomplexen besteht und sind glich weiter zum Vogelpark Zwin gefahren. Am Anfang waren wir etwas verwundert, weil alle anderen Besucher zumindest festes Schuhwerk, wenn nicht gar Gummistiefel anhatten, dann trauten wir uns aber doch hinein und haben dort die Vogelfütterung und schöne Naturlandschaften gesehen. Und natürlich gehört auch ein wenig 'Blödeln' dazu:


Der Weg hat uns die Küste entlang nach Blankenberge geführt, das wieder einstimmig abgelehnt und durchfahren wurde. Die Küste in Belgien ist nicht so spannend und die Städte entlang der Küste sind nicht wirklich so hübsch wie alle anderen. Auf dem Heimweg haben wir dann noch einen Stopp in Gent gemacht. Die Stadt ist Brügge-ähnlich mit den netten Kanälen und alten Gebäuden und wirklich auch einen Besuch wert.

Der Sonntag war dann etwas natur- und gottesnaher. Gleich in der früh waren wir im SacreCoeur und Mama und Liesi sind brav die Stiegen bis zur Kuppel hinaufgegangen, während Papa und ich die einfachere Methode wählten und den Lift nahmen. Netter Ausblick, nette Kirche und weiter zur Natur... Wir sind etwas aus der Stadt raus gefahren, nach Tervuren, wo es 7 Seen gibt und wir haben einen davon umrundet. Aber natürlich nicht, ohne Fotos zu machen:


Danach waren wir dann noch mal in Brüssel unterwegs und haben den Abend daheim ausklingen lassen. Papa ist leider nicht zu seinen Muscheln gekommen, aber sie kommen ja wieder... die Eltern nicht die Muscheln... im Dezember.

Nachdem die Eltern dann wieder abgereist sind, muss ich zugeben, dass ich fast schon Heimweh bekommen hab. Aber ich habe die Zeit alleine genutzt, um etwas mit der Diplomarbeit weiter zu kommen, die ja bis jetzt ein wenig auf der Strecke geblieben ist bei all diesen Veranstaltungen und Treffen und Reisen und ...

Noch einen schönen Nationalfeiertag euch allen!

Sunday, October 15, 2006

60 Stunden Arbeit!

Richtig gelesen, es war eine anstrengende Woche. Montags hatten wir ein Auslandsniederösterreicher-Treffen bei uns im Büro und mussten daher bis halb 11 bleiben. Dienstag und Mittwoch war dann die Donauveranstaltung, die ich mitorganisiert habe. Dienstagmittags war ein 'Walking Lunch along the Danube' und danach die hochrangig besetzte Abendveranstaltung.

v.l.n.r. LR Johanna Mikl-Leitner, Ilse, Regina, Moi, Sandra, Corinne

Am Mittwoch waren dann noch Workshops. Bei der Veranstaltung ist alles glatt gelaufen und wir haben ordentlich Lob bekommen. Die Pressemeldung zur Veranstaltung findet man übrigens unter:

http://www.noe.gv.at/presse/msg2006/2006-10-11_16-15-57.htm


Am Donnerstag hatten wir dann gleich in der Früh Tschechisch Kurs zum ersten Mal. Unsere Chefinnen wollen nämlich Tschechisch lernen und wir dürfen mitmachen. Ich muss sagen, die Sprache ist ein wenig zungenbrecherisch und ich weiß nicht, wie viel ich in 3 Monaten lernen werde, aber lustig ist es auf jeden Fall.

Später des Tages waren Regina und ich bei der Abschlussveranstaltung der OPEN DAYS (organisiert vom Ausschuss der Regionen, 3-tägiges Event mit über 100 Workshops) im Parlament. Wir durften auf den Sesseln der Abgeordneten sitzen (ich hatte Platz Nr. 440) und konnten über unsere Kopfhörer 20 verschiedenen Sprachen lauschen.

Abends waren wir dann im @7-Club, ein Afterwork-Clubbing in einem sehr ausgefallenen Lokal wie folgendes Bild bestätigen wird:

Und danach haben wir noch beim Ö-Stammtisch vorbeigeschaut (ja, wieder einmal).

Freitag war auch ganz lustig. Wir waren auf einer Party und ich hab mich abwechseln mit Chips und Schokolade voll gestopft. Mjam.

Gestern war ich dann mit Claudia und ihrer Mitbewohnerin ein bisschen spazieren, zuerst am Place du Grand Sablon, auf dem das teuerste Schokoladengeschäft ist (6€ für 100g Pralinen), welches aber eher wie ein Juwelier aussieht. Danach haben wir noch so eine Abtei und kleine nette Seen besichtigt.

Und heute hieß es: Dachl runter und Cabrio fahren. Ilse (Leiterin des NÖ Verbindungsbüros) hat Regina und mich eingeladen, mit ihr im Cabrio die Stadt unsicher zu machen.
Da waren wir zuerst in Mechelen, einer lieben Stadt, die wie im Mittelalter steckengeblieben wirkt un dann haben wir uns noch etliche, uns bisher unbekannte, Teile von Brüssel angesehen. Auf der Autobahn haben uns dann sogar zwei Männer mit ihren Sektgläsern aus einer Limousine zugeprostet . Ein wunderschöner Nachmittag und ich bin schon mal gespannt, ob sich Regina einen Sonnenbrand geholt hat (übrigens: auf ihr Cabrio-Outfit achten bei den Bildern).

Monday, October 09, 2006

WKÖ Praktikum - die (bisherigen) Details

Kurz am Rande, ein außerordentlicher Blog-Eintrag:

Habe heute mehr über mein Praktikum bei der Außenhandelsstelle der WKÖ erfahren. Es wird in Toronto (Kanada) stattfinden und zwar von März bis April. Der Typ hat mich aber total überrumpelt. Um 8.20 ruft er auf meinem österreichischen Handy an und fragt wohin ich denn will. Ich stehe an der Bushaltestelle, direkt neben der Straße, er zählt mir halt ein paar Möglichkeiten auf und ich darf wählen.

Da mein Wunschzeitraum allerdings März/April war und da nur Toronto frei war, war die Wahl nicht schwer. Im Mai/Juni hätte es dann noch N.Y., Sydney und Chicago gegeben, wovon ich Sydney sofort ausgeschlossen habe, weil ich in Australien einfach schon war (obwohl die Stadt sehr geil ist) und Chicago nicht genommen, weil das einfach nicht für mich in Frage gekommen ist, weiß nicht warum. N.Y. wäre allerdings schon mein Lieblingsziel gewesen und deshalb war ich den ganzen heutigen Tag sehr verwirrt deswegen. Aber es lässt sich nicht mehr ändern, nach Toronto wollt ich eh schon im Auslandssemester auch gehen (war unter meinen 3 Favoriten neben NZ und Sydney) und daher hoffe ich, dass es einfach cool dort wird.

Sunday, October 08, 2006

Cologne - ei wos där

Montags wollte ich mich in Sachen Sprachen weiterbilden und daher sind Regina und ich zu einem Französischkurs am Lateinamerikanischen Institut gegangen. Das Lustige daran: in dem Kurs saßen nur Südamerikaner und daher wurde in den Pausen Spanisch gesprochen, ein doppelter Lerneffekt sozusagen. Leider hat der Kurs schon vor einem Monat begonnen und wir können morgen schon nicht gehen, da wir von der Arbeit her eingeteilt sind, aber wahrscheinlich werden wir schon versuchen danach wieder hin zu gehen, damit wir zumindest irgendwann Französisch hören.

Am Mittwoch haben wir unsere "Büronachbarn" 2 Stockwerke unter uns besucht, da diese eine Veranstaltung hatten. Hab viele Häppchen und Getränke und sogar einen Schirm als "Andenken".

Etwas sehr Erfreuliches ist dann am Donnerstag passiert, als ich meine liebe Mama einfach mal so angerufen habe. Sie hatte nämlich einen Brief daheim, in dem steht, dass ich im nächsten Frühjahr (irgendwann zwischen Jänner und Juni) zwei Monate lang ein Praktikum bei einer Außenhandelsstelle der WKÖ in N-Amerika machen darf. Wo ist noch nicht fix, wann ist noch nicht fix, aber dass es so ist, das ist fix.

Das war dann eigentlich schon meine 'Brüsselwoche', da ich am Donnerstag gleich nach der Arbeit (am Freitag habe ich frei bekommen) nach Köln gedüst bin.


Übers Internet habe ich eine Mitfahrgelegenheit bei einem Mädl aus Würzburg gefunden und die hat mich direkt vor Matzes Haustür abgeliefert. Am Freitag stand ein Spiele-Abend und am Samstag Stadtbesichtigung und ein Hineinschnuppern ins Nachtleben auf dem Programm.
Und hier bin ich, gerade wieder aus Köln zurück im trauten Brüssel 'gelandet' und habe eine anstrengende Woche vor mir: eine 2-tägige Veranstaltung, die wir mitorganisieren und auch nebenbei noch etliches, also bis Donnerstag werde ich keinen Abend vor 11 daheim sein.
In diesem Sinne: gute Nacht.