Alex in Brüssel

Saturday, September 30, 2006

Arbeitsintensive Woche - ohne Besuch

Ja, das war eine Woche! Kurzer Überblick:

Dienstag war eine Podiumsdiskussion (schwarz-rot) in der Residenz des österreichischen Botschafters. War wirklich spannend und danach gab es noch ein nettes Buffet, welches allerdings nicht gerade auf Vegetarier ausgerichtet war.

Mittwochs habe ich mir mit Regina (zur Erinnerung: die 2. Praktikantin im NÖ VBB) das Parlament angesehen, wir haben dort den Plenarsaal inspiziert einen kleinen Vortrag bekommen, der jetzt nicht so fesselnd war. Die Gruppe, der wir uns 'angehängt' haben, hatte ein Durchschnittsalter von 65-70 und daher waren die gestellten Fragen auch nicht so prickelnd. Abends waren wir dann bei einer Ausstellung mit gutem Buffet und Wein und nachdem alle Praktikanten schon etwas angetrunken waren und den gesamten Bestand an Weißwein und Snacks aufgebraucht hatten, sind wir dann weiter zum Place du Luxemburg um dort in einer Bar noch etwas zu trinken.


Der Donnerstag: Ich habe mich zur Regina nach Hause eingeladen, um zu sehen wo sie wohnt und wir haben gemeinsam einen Gemüseauflauf gekocht, der uns äußert gut gelungen ist (ich musste ausnutzen, dass sie einen Backofen hat, denn mir ist dieser Luxus nicht gegönnt). Danach waren wir wieder mal beim Österreicherstammtisch, welcher diese Woche jedoch von einer Horde Deutscher überrannt wurde und es weiß ja jeder, wie sehr ich Deutsche liebe... ähem... naja. Ich red mich da jetzt in nix rein..

Am Tag nach Donnerstag musste ich ganz früh aufstehen, um den 'EU Wirtschaftsclub' zu besuchen. Dies war so eine Art Frühstück mit Vortrag, der sich mit dem Beitritt von Rumänien und Bulgarien zur EU befasste. Ich fand das ganze wirklich spannend, da man einen guten Einblick in die Abläufe bekam und der Vortragende das ganze auch wirklich interessant rübergebracht hat. Um 1 waren wir dann bei der Botschaft wählen, was viel netter war als bei uns, da Getränke, Chips und Kekse bereitgestellt wurden. Es zahlt sich also aus, zur Wahl ins Ausland zu fahren ;) Nach der Wahl hatten wir dann eine Besprechung und unsere Chefin (Ilse) hat uns alle auf thailändisches Bestellessen eingeladen (sehr lecker). Abends wollt ich dann mal früher heim und so, allerdings bin ich dann wieder mal am Place du Luxemburg hängen geblieben und war danach noch mit Regina und ihrer Mitbewohnerin Pommes essen (ja, schon wieder).


Wochenende:
Samstag war eine Schülergruppe bei uns im Büro und deshalb waren Regina, Ilse und ich da und haben ihnen neben einem lecker Frühstück mit Croissants und Pains au Chocolat auch einen Vortrag geboten. Ilse hat allgemein über das Verbindungsbüro gesprochen und Regina und ich haben die Möglichkeit Praktika und Studium im Ausland zu machen präsentiert. Dann haben wir noch kurz die Sonne in einem netten Park genossen und danach waren wir auf einem Charity-Fußballturnier: Kommission gegen Italienische Sänger (Kapitän: Eros Ramazotti).

Sonntag: Wahlparty - zig Österreicher warten gespannt vor 3 Bildschirmen auf die Ergebnisse. Ergebnis wie erwartet ungewohnt, gab viel zu trinken, einiges zu essen und ich hab mich gut amüsiert. Danach war ich wie erwartet beim berühmtesten Pommes-Stand Brüssels, aber habe statt Pommes 'Cheese Cracks' gegessen, auch lecker, auch fettig.
Schöne Woche, viel Stress, viel Spaß. Bis zur nächsten Woche. Würde mich in der Zwischenzeit über Einträge freuen.

Saturday, September 23, 2006

Besuch von Carmen

Ja, ja ... Ich weiß schon was ihr wahrscheinlich denken werdet: Die bekommt ja nur Besucher! Es ist auch so, im letzter Zeit hatte ich wirklich ein 'full house', was aber nett war.
Zur Erklärung: Matze ist noch immer da, da sein Praktikum in Köln erst am Montag beginnt und er spontan eine Woche länger geblieben ist. Und Carmen war von Dienstag bis Freitag hier.

Genauer Ablauf dieser Woche:

Am Montag waren Matze und ich bei einer Filmvorführung ("Freud euch" - Biographie über Sigmund Freud) im Wien-Haus. Der Film war ziemlich schlecht was Schnitt, Ton und die Bilder generell betrifft, also so eine typische Dokumentation. Da hat Matze echt schon bessere Filme gemacht (Beweis unter http://mnemonic.coderock.de/, aber Warnung: hat 53MB, also nur bei guter Bandbreite möglich). Was aber gut daran war: Nach dem Film gab es ein nettes Buffet (eher nicht für Vegetarier) mit Lachs und Kaviar und was weiß ich alles. Ich habe mich dann eher auf die Nachspeisen geschmissen.

Regina, die 2. Praktikantin im NÖ Verbindungsbüro war auch da und hat Matze von ihrer Konferenz am nächsten Tag erzählt. Irgendwie hat sie es dann geschafft, ihn dafür zu interessieren, also ist Matze am Dienstag mit ihr zur Medienkonferenz gegangen. Der hauptsächliche Grund war, dass bei der Ankunft um 10 schon ein Frühstück angesetzt war, um 12 hat dann eine Kaffeepause gefolgt und um 1 gab es dann Mittagessen. Somit war Matze für diesen Tag mit Essen versorgt.

Außerdem ist dann wie schon erwähnt, Carmen angekommen.


Mit ihr waren wir am Stammtisch der deutschsprachigen Praktikanten, dort haben wir Carmen die 'belgischen Pommes' vorgestellt und uns blieb auch nichts anderes übrig, als wieder welche zu essen.

Mittwoch war mein "Umzugstag", denn da bin ich ins größere Zimmer umgezogen:


Wirklich angenehm, sich im Zimmer auch bewegen zu können, das kann was. Bin sehr zufrieden.
Danach hatten wir dann noch Waschtag: Wir sind zu dritt voll beladen in den Waschsalon gegangen und haben uns das Warten mit Lesen und Sudokus vertrieben.

Der Donnerstag - der Österreicherstammtischtag - wurde seinem Namen entsprechend verbracht. Dieser Stammtisch ist nicht wie der Stammtisch der deutschsprachigen Praktikanten immer im selben Lokal, sondern ändert jede Woche den Ort seines Stattfindens. Dies wird den Leuten per Mail mitgeteilt. Dieses Mal wurde er in einem Lokal geplant, das leider bereits bankrott war oder so ähnlich - zumindest zu vermieten - und deshalb wurde durch einen Zettel an der Tür der neue Standort mitgeteilt. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten haben genug Leute das neue Lokal gefunden und es war wieder ganz nett.

Am Freitag hatte ich eine Konferenz zum Thema "Publicly Subsidized Employment", welche v.a. von österreichischen Praktikanten besucht war. Das Essen war ganz gut, das Thema war mittel und zum Schluss waren nur noch 5! Leute dort, die nicht zum Veranstaltungsteam gehörten. Abends waren wir dann wieder am Place du Luxembourg bei der Happy Hour (war wieder sehr voll), das ist so ein 'after work Treffen', das v.a. am Freitag gut besucht ist. Der Platz befindet sich direkt vor dem Europäischen Parlament und deshalb sind viele Leute, die dort arbeiten, vertreten. Danach waren wir dann - wieder mal - Pommes Essen.


Zum Wochenende: Eher entspannt. Am Samstag waren wir bei einer Party von Toni - einer Norwegerin, die ein Praktikum in einem Hotel in Brüssel macht. Wir haben vorher bei ihr was getrunken und sind dann um 1 in den Havana Club gegangen. Dort war es sehr voll und heiß, die Musik war nur mittel, aber wir haben trotzdem getanzt und hatten daher unseren Spaß. Danach waren wir dann noch bei Quick (Fast Food Kette), um uns für den LANGEN Heimweg zu stärken. Nach fast einer Stunde 'Gegehe' sind wir dann ins Bett gefallen.
Heute (Sonntag) hat Matze sich verabschiedet und ist wieder zurück in Köln und ich bin ganz allein :(

Sunday, September 17, 2006

Besuch von Matze

Ja, das war wirklich ein fliegender Besucherwechsel. Letzen Sonntag hat Isa mich am Morgen verlassen und statt ihr ist Matze am Abend angekommen. Am Montag waren wir dann gleich mal beim Atomium, haben im Park davor ein Picknick genossen

und sind dann weiter zum Sacre Coer.

Am Mittwoch waren wir dann anlässlich Matzes Geburtstags richtige Belgische Pommes essen und danach noch Sekt trinken. Donnerstags war ich bei meiner ersten arbeitstechnischen Veranstaltung: einer Podiumsdiskussion zum Thema "Weinmarktordnung", danach gab es noch eine Weinverkostung und kleine Häppchen zu essen. Danach habe ich mit 2 Kärntnern, die ich dort kennen gelernt habe, Matze abgeholt und wir sind zum Österreicherstammtisch gegangen.

Am Freitag habe ich dann früher zu arbeiten aufgehört und bin mit Matze nach Leuven gefahren, was 30 min außerhalb von Brüssel liegt. Es ist eine kleine liebe Stadt, die aber nicht allzu viel zu bieten hat. Einen lustigen Jahrmarkt gab es dort und sonst ganz nette Straßen und Gebäude. Nach der Rückkehr in Brüssel haben wir uns noch dazu entschieden, auf ein "Mini-Festival" zu gehen. Dort spielten 5 Bands und wir haben uns eine angehört, die ganz okay war.

Aber jetzt kommt's:
Am Samstagmorgen sind wir ohne irgendwas zu planen nach Amsterdam gefahren.

Wir hatten keinen Stadtplan, kein Quartier reserviert und nicht mal eine Straßenkarte (was auch das ganze Wochenende über so blieb). Mittags sind wir also angekommen, waren von der Schlange bei der Touristeninfo so abgeschreckt, dass wir uns allein auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht haben. Da uns aber ein Wochenende voll mit "Gelaufe" zu anstrengend gewesen wäre, haben wir uns Räder gemietet (was übrigens die beste Entscheidung ever war). Nach einigen Anlaufschwierigkeiten haben wir dann so ziemlich die letzten Betten in einer Jugendherberge bekommen und konnten uns auf unsere Erkundungstour machen. Wir sind also mit unseren Bikes herumgeradelt und einfach nur wirr durch alle Straßen gefahren. Die Annahme, dass wir uns mit der Zeit schon auskennen würden, hat sich leider nicht bestätigt. D.h. Wir haben so ziemlich alles von der Stadt gesehen, können aber nichts auf einer Karte wieder finden oder zuordnen. Das Radfahren war aber so lässig, überhaupt nicht anstrengend und man kommt einfach so viel schneller voran als sonst.

Abends waren wir dann im Rotlichtviertel, das war wirklich interessant. Leute gehen da mit ihren Kindern durch und die Frauen präsentieren sich in Unterwäsche in ihren kleinen Kämmerchen hinter Glastüren. Dann wollten wir heimfahren, was wir uns aber leichter vorgestellt hatten als es im Endeffekt war: insgesamt haben wir eine volle Stunde und ca. fünf oder mehr Wegbeschreibungen gebraucht um die Jugendherberge wieder zu finden.

Heute (Sonntag) sind wir dann weiter mit unseren Fahrrädern herumgefahren und haben tatsächlich noch neue Ecken von Amsterdam entdeckt. Parks, sündteure Einkaufsstraßen und Villenviertel. Außerdem waren wir noch in einigen netten Designergewand- und Möbelgeschäften. Nachdem wir dann nicht mehr wussten, was wir eigentlich nicht gesehen haben, haben wir uns einfach einer (Touristen-)famile an die Fersen geheftet und die eine Weile lang verfolgt. Alles in allem: Amsterdam ist wirklich toll und ich glaube da lässt es sich leben.

Saturday, September 09, 2006

Besuch von Isa


Zu den letzten Tagen:

Wie der Titel schon ahnen lässt, hatte ich seit Dienstag Besuch von ... Isa.


Gleich zur Einstimmung waren wir am Abend beim Stammtisch der deutschsprachigen Prakikanten, welcher wirklich gut besucht war (sicher 40 Leute).
Dann waren wir am Mittwoch auf einer hardcore Museentour: Königspalast, Museum der modernen Kunst und das Musikmuseum standen auf dem Programm und das alles an einem Nachmittag. Wie man sich vorstellen kann, sind wir danach ins Bett gefallen.
Donnerstags haben wir dann aber gestärkt wieder am Abendprogramm teilgenommen und den Stammtisch der österreichischen Prakikanten besucht, wo wir uns auch gleich mit ein paar Leuten für Freitag zur Happy Hour am Place du Luxembourg verabredet haben.

Claudia, Manuela und Stephan

Es mag nun so scheinen, als ob ich nur weggehen würde, aber dem ist nicht so! Natürlich arbeite ich davor auch immer ganz brav und dann gibt es ja noch das reisen: Heute waren wir nämlich in dem lieben Städtchen Brügge (ca. 1 Stunde Zugfahrt von Brüssel). Mein Bruder hat ja nach InterRail schon davon geschwärm und deshalb hatte ich schon hohe Erwartungen. Diese wurden aber auch voll und ganz erfüllt und ich glaube sogar übertroffen. Brügge ist wirklich eine ganz liebe Stadt mit vielen Kanälen, wunderschönen Häusern und jeder Menge Shoppingmöglichkeiten, v.a. auch für kulinarische Leckereien.

Brügge

So, das war es mal für diese Woche. Hier gibt es noch neue Fotos zu Brüssel allgemein. Ganz liebe Grüße in die Heimat.

Sunday, September 03, 2006

Der erste Eindruck


Wie ist Brüssel?

Mein erster Eindruck war in etwa so:

Brüssel = englische Vorstadt mit französischem Flair, durchzogen von Kreisverkehren


Dazu wäre noch hinzuzufügen, dass Brüssel eine wirklich schöne Stadt ist und sie mir sehr gut gefällt. Es gibt so viele liebe kleine Gassen mit Kaffeehäusern und Restaurants und ... Schokogeschäften (welche mir vielleicht noch zum Verhängnis werden könnten). Die Innenstadt ist eher klein und man findet sich schnell zurecht. Am meisten fasziniert mich jedoch der Grand'Place, welcher unter anderem das Rathaus beheimatet. Dieser Platz ist durch vier kleine Gassen, jeweils an den Ecken, zu erreichen und ansonsten von alten, hübschen Häusern umrandet. Eines dieser beeindruckenden Fotos sieht man oben im Bild, obwohl einzelne Fotos den wahren Eindruck, den dieser Platz erweckt, nicht widerspiegeln können. Das muss man einfach selber erleben ...
Im Gegensatz dazu war der Mannequin Pis etwas enttäuschen: Zwischen zwei Hauswänden, in die Ecke gedrängt, umrahmt von einem Tor, mit Blumen geschmückt, steht das kleine Männlein (mit der Betonung auf klein!) da, und nicht wie erwartet nackt, sondern in einer roten Robe mit Medaillon und Hut beschmückt. Etwas lächerlich, wenn man mich fragt, aber was soll's.

Einige Bemerkungen zu meiner Wohnung (einfach auf Wohnung klicken und dann öffnet sich ein Fenster mit den Bildern, das geht übrigens auch bei allen anderen Wörtern, die grün geschrieben sind, wie Brüssel oder Arbeit):

Mein Zimmer ist winzig, also ca. 2m x 3,50m mit einer Dachschräge. Werde aber in drei Wochen in das Zimmer neben meinem ziehen, das etwas größer ist. Sonst ist die Wohnung auch okay, mit einem Wohn-/Esszimmer, einer kleinen Küche und einem kleinen Bad. Sie befindet sich im 3. Stock, d.h. täglich 60 Stufen rauf und runter laufen. Die Gegend und v.a. meine Straße ist sehr nett. Mitbewohner habe ich zwei, wobei eine bald ausziehen wird und die/der andere erst einzieht.

In der Arbeit:

Das Büro ist schön, bin in einem Raum mit der anderen Praktikantin gemeinsam. Die Kollegen sind wirklich nett und die Arbeit klingt sehr interessant. Ich habe auch schon ein Projekt zugeteilt bekommen, in dem es um eine Veranstaltung geht, in der alle Donauregionen vertreten sein werden und wobei wir das Land NÖ vertreten werden.